Moscow Mule

Warum der Moscow Mule nicht aus Russland stammt

Jack Morgen, Eigentümer des berühmten Cock´n Bull Restaurant in Hollywood entwickelte vor langer Zeit eine Ingwerlimonade, die später ein wesentlicher Bestandteil des Moscow Mule wurde.

Damals war Wodka in den USA noch gänzlich unbekannt. In den späten 1930er Jahren machte der Russe Rudolph Kunett rund 20 Kisten davon in Bethel (Connecticut), fand jedoch keine Abnehmer für sein Produkt. Als er in 1939 fast insolvent war verkaufte er die Marke Smirnoff an John Martin, damals Chef von Heublein & Bros.

Martin als Repräsentant eines großen Spiritousenunternehmens suchte nach Wegen sein flüssiges Gold in den USA zu vermarkten und traf auf Jack Morgan, der vor einer ähnlichen Herausforderung stand. Beide hatten tollen Produkte, beide keine Abnehmer.

Das Cock´n´Bull in Hollywood

Jack Morgan wollte seine Cock´n´Bull Ingwerlimonade in Amerika bekannt machen und Martin stand vor der Herausforderung seinen gerade Wodka in den USA bekannt zu machen, einem Land dessen Vorlieben eher bei Whiskey und Gin lagen. Die Antwort auf beide Probleme war recht simpel und einfach. Warum nicht beide kombinieren? Also kreierten die beiden Männer den Drink den wir heute als Moscow Mule kennen. Dessen Bestandteile sind Ingwerbier, Wodka und Limettensaft die über Eis geschüttet in einer Kupfertasse serviert werden.

John Martin erählte die Geschichte des Moscow Mule lange und auch sehr authentisch. In einem Video beschreibt er eindrucksvoll, wie es damals im Cock´n´Bull zur Entstehung des Moscow Mule kam.

Die Martin/Morgan Geschichte klingt zu schön um wahr zu sein. Ob die beiden wirklich die Erfinder waren stellt der Historiker Eric Felten in Frage. Glaubt man dem Barkepper des Cock´n Bull, Wes Price, geht die Entstehung des Moscow Mule auf sein Konto. Als Ergebnis einer Aktion, unverkäufliche Produkte loszuwerden. Im Keller des Cock´n Bull lagen einige Flaschen Wodka neben staubigen Behältern von Ingwerlimonade. “Ich wollte einfach den Keller leermachen”, sagte Price. Den ersten Moscow Mule servierte er dem Schauspieler Broderick Crawford. „Der Drink verbreitetete sich wie ein Lauffeuer”, so Price voller Stolz.

Im Cock ‘n Bull’s gingen zahlreiche Filmstars ein und aus und wurde schnell zum In-Getränk und Gegenstand zahlreicher Beiträge in Fan-Magazinen. Lange bevor Sean Connery seinen ersten Wodka Martini genoss gab es bereits den Moscow Mule. Der Siegeszug von Wodka in den USA begann und mit ihm stieg die Beliebtheit von Moscow Mule.

Wie der Moscow Mule zur Kupfertasse kam

Sophie Berezinsiki war eine Dame mit einem Auftrag. 1941 wanderte Sie von Russland nach USA aus Moscow Mule Copper Mug hammeredund hatte etwa 2.000 schwere Kupfertassen im Gepäck. Sophies Vater war Eigentümer der Kupferfabrik “Mosow Copper Co” für die Sophie das Design der Original Mosocw Mule-Kupfertasse entwarf.
Sophie und Ihr Vater waren nicht vertrieblich versiert – sie fanden für die wertvolle Ware keine Abnehmer in Russland. Daraufhin wurden die Kupfertassen gemeinsam mit Sophie auf die Reise nach USA gegeben. In Amerika, dem Land der Hoffnung und der unbegrenzten Möglichkeiten sollten schnell Abnehmer gefunden werden. Aber auch dort war es nicht so leicht wie vorgestellt und die Kupferbecher lagen im Haus umher bis Sophies Mann Max ihr ein Ultimatum stellte: “Verkaufe die Tassen oder Sie werden vernichtet”, lautete die Ansage.Dies nahme Sophie als Ansporn, denn SIe wollte nicht mitansehen, wie ihre designten Moscow Mule Bechter eingeschmolzen werden und so besuchte Sie verzweifelt zahlreiche Restaurants und Bars in Hollywood. Eines Tages klopfte Sie an die Tür des berühmten Cock´n`Bull auf dem Sunset Strip.

Sophie betrat das Cock´n´Bull genau zum Richtigen Zeitpunkt. John Martin saß dort mit dem Eigentümer Jack Morgan und just als hätten Sie noch Kupftertassen zur Veredlung Ihres Moscow Mule gebraucht kam Sophie. Eine Reihe an Versuchen folgte, zahlreiche Rezepte wurden durchprobiert bis für das Trio die optimale Mischung feststand. Der Moscow Mule war geboren. An der traditionellen Moscow Mule Kupftertasse halten heute noch die meisten Bars fest.

Der wahre Erfinder des Moscow Mule

Wenn Sie einen schönen, eiskalten Mosow Mule geniessen, stossen Sie ruhig auf Wes Price an. Er fragte sich ein Leben lang, warum alles in der Welt patentiert wird, Barkeeper dies jedoch niemals tun. “Ich habe niemals einen Cent für meine Erfindung bekommen”, sagte er als er 1953 seinen Job im Cock ´n Bull aufgab. “Ich war nicht wirklich geschätzt.” Doch Herr Price! Vielen Dank für diese tolle Erfindung!